Cristiano Ronaldo positiv auf Coronavirus getestet

Cristiano Ronaldo ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte der portugiesische Fußballverband am Dienstagnachmittag.

Beim gemeinsamen Abendessen mit seinen Teamkollegen lächelte Cristiano Ronaldo entspannt in die Handykamera. „Vereint auf und neben dem Platz“, schrieb der Superstar unter den Europameistern am Montagabend in den sozialen Medien – keine 24 Stunden gab der portugiesische Verband bekannt, dass der 35-Jährige positiv getestet worden ist.

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Der fünfmalige Weltfußballer zeige bislang aber keine Krankheitssymptome, es gehe ihm gut und er sei in Quarantäne. Die Nations-League-Partie der Portugiesen am Mittwoch gegen Schweden wird Ronaldo deshalb in jedem Fall verpassen, wohl auch das nächste Spiel seines Clubs Juventus Turin am 17. Oktober bei Aufsteiger FC Crotone.

Seine Mitspieler negativ getestet

Ronaldo selbst äußerte sich zunächst nicht. Die anderen portugiesischen Nationalspieler seien am Dienstagmorgen negativ getestet worden, schrieb die Sportzeitung „A Bola“, und hätten auch am Training teilgenommen. Die Europäische Fußball-Union dürfte deshalb keinen Grund sehen, vor dem Schweden-Spiel einzugreifen. Wo sich Ronaldo angesteckt haben könnte, blieb unklar. Beim 0:0 in der Nations League am vergangenen Sonntag in Paris stand der Kapitän noch über 90 Minuten auf dem Platz. Portugal führt die Gruppe 3 der Liga A mit sieben Punkten vor den Franzosen an. Entsprechend gut dürfte die Stimmung beim Essen am Montagabend gewesen sein.

Keine Abstand eingehalten

Einen Mund-Nasen-Schutz trugen die Profis auf dem Foto nicht, auch wurde kein Abstand eingehalten, was in der sogenannten „Blase“ der Fußball-Nationalmannschaften aber nicht unüblich ist. Die italienische Zeitung „Gazzetta dello Sport“ platzierte das Ronaldo-Bild in ihrer Online-Ausgabe prominent über der Corona-Nachricht aus Portugal. Juventus Turin äußerte sich zunächst nicht zum positiven Test des mit Abstand populärsten Spielers der Serie A.

Vor fünf Tagen hatten mehrere Medien unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden der Stadt Turin berichtet, einigen Juventus-Spielern würden Konsequenzen drohen, weil diese die seit Samstag wegen zwei Corona-Fällen im Club bestehende Quarantäne gebrochen hatten, um zu ihren Nationalmannschaften zu reisen. In der Champions League spielt Turin am 20. Oktober in der Ukraine bei Dynamo Kiew, am 28. Oktober geht es dann gegen den FC Barcelona. Fallen weitere Corona-Test bei Ronaldo vorher negativ aus, dürfte einer Teilnahme des Superstars vor allem am Spiel gegen Barcelona nichts entgegen stehen. In Turin würde es zum Wiedersehen mit Dauerrivale Lionel Messi kommen, mit dem sich Ronaldo während seiner Zeit bei Real Madrid etliche große Duelle geliefert hatte.

Die Tests seiner Mannschaftskameraden waren allesamt negativ, das Spiel gegen Schweden soll regulär stattfinden – natürlich ohne Ronaldo. (dpa)