Coronavirus-News Europa: 52.518 Corona-Neuinfektionen und mehr als 400 Tote in Frankreich

Während in Deutschland bisher kaum Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verhängt werden, sehen sich unsere europäischen Nachbarn im Angesicht der steigenden Neuinfektionen und Covid-19-Toten bereits zu drastischeren Schritten gezwungen. Alles in unserem CoronavirusEuropa-Ticker.

Coronavirus-News aktuell: Europa mitten in der zweiten Welle

Rasant steigende Corona-Zahlen treiben Staaten in Europa zu immer härteren Maßnahmen gegen die Pandemie. Belgien, Tschechien und Frankreich meldeten am Wochenende (25.10.2020) Rekordwerte bei Neuansteckungen. Sie stemmen sich mit Ausgangssperren und neuen Auflagen gegen die zweite Welle, ähnlich wie Frankreich, Italien, Spanien und Österreich.

Coronavirus-News Europa: Die aktuellen Corona-News aus Europa im Ticker

Im Ticker erfahren Sie, welche Maßnahmen die europäischen Länder gegen die Corona-Pandemie verhängen und wie hoch die Corona-Fall- und Sterbezahlen ausfallen.

+++ 02.11.2020: 52.518 Corona-Neuinfektionen und mehr als 400 Tote in Frankreich +++

In Frankreich sind binnen 24 Stunden erstmals mehr als 52 500 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Gesundheitsbehörde meldete am Montagabend 52 518 neu erfasste Ansteckungen. Der bisherige Höchstwert lag bei 52 010 gemeldeten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Die Behörden zählten außerdem mehr als 400 Corona-Todesfälle innerhalb eines Tages in den Krankenhäusern. Das ist, rechnet man die Todesfälle in Altenheimen nicht dazu, der höchste Wert seit dem Frühjahr.

Die Corona-Lage verschlechtert sich in dem Land mit 67 Millionen Einwohnern seit Wochen dramatisch. Seit Freitag gilt bis mindestens Anfang Dezember ein landesweiter Lockdown. Die Menschen dürfen nur noch mit triftigem Grund das Haus verlassen und müssen dabei stets ein entsprechendes Formular bei sich tragen. Mehr als 37 400 Menschen im Land sind bereits im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Rund 20,6 Prozent der Corona-Tests sind nach Angaben von Montag positiv.

Der Wissenschaftliche Rat, der in Frankreich die Regierung berät, geht davon aus, dass die zweite Corona-Welle nicht die letzte sein wird. Es gebe Grund zur Befürchtung “mehrerer aufeinanderfolgender Wellen im Winter und Frühjahr 2021”, hieß es am Wochenende. Dies sei abhängig etwa vom Klima und vom Erfolg der Teststrategie. “Wir können die Hypothese eines Endes der zweiten Welle am Ende des Jahres oder Anfang 2021 aufstellen”, so die Expertinnen und Experten weiter. Sie gehen aber davon aus, dass Ausgangsbeschränkungen bis 1. Dezember wohl nicht ausreichen werden, um das Virus einzudämmen.

+++ 01.11.2020: Österreich ab Dienstag im Teil-Lockdown mit Ausgangsbeschränkung +++

Österreich schränkt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie große Teile des öffentlichen Lebens für vier Wochen ein. “Ab Dienstag, dem 3. November 0 Uhr bis Ende November wird es zu einem zweiten Lockdown in Österreich kommen”, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Samstag in Wien. Ab Dienstag gelten landesweit Ausgangsbeschränkungen zwischen 20 und 6 Uhr. In der Zeit ist das Verlassen des privaten Wohnbereichs nur aus bestimmten Gründen erlaubt.

Kultur- und Freizeiteinrichtungen müssen schließen, mit Ausnahme von Beerdigungen finden keine Veranstaltungen mehr statt. Auch das Hotel- und Gastgewerbe schließen, nur Takeaway und Lieferung sind erlaubt. Spitzensport findet ohne Publikum statt, Sport ist nur im Freien ohne Körperkontakt erlaubt. Handel, Schulen und auch Dienstleister wie Friseure bleiben zunächst unter Auflagen offen.

“Es ist notwendig, diesen Schritt zu setzen, um eine Überlastung der Intensivmedizin zu verhindern”, sagte Kurz. Am Sonntagnachmittag muss noch der Hauptauschuss des Parlaments den Maßnahmen zustimmen. Die Verordnung gilt bis zum 30. November, die Ausgangsbeschränkungen müssen alle zehn Tage parlamentarisch neu genehmigt werden.

Die Infektionszahlen steigen seit Wochen steil auf fast täglich neue Höchstwerte. Die Regierung befürchtet eine baldige Überlastung der Krankenhäuser. Am Samstag zählte Österreich 5349 neue Fälle binnen 24 Stunden auf seine fast 9 Millionen Einwohner, nachdem am Freitag der Rekordwert von 5627 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet worden war.

+++ 01.11.2020: Erneut gewaltsame Proteste gegen Corona-Maßnahmen in Spanien +++

In Spanien ist es die zweite Nacht in Folge zu gewaltsamen Protesten gegen die Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie gekommen. In der Hauptstadt Madrid hatte es am Samstagabend zunächst eine friedliche Demonstration gegen die Einschränkungen unter dem Motto “Wir gehen auf die Straße, das Volk hat es satt” gegeben. Als diese aufgelöst wurde, hätten sich kleinere gewalttätige Gruppen Straßenschlachten mit der Polizei geliefert, berichtete das staatliche Fernsehen RTVE.

Auf Fernsehbildern waren brennende Müllcontainer und Menschen zu sehen, die Steine schleuderten und Schaufenster einwarfen. 30 Personen seien festgenommen und 3 Polizisten verletzt worden. Regierungschef Pedro Sánchez warnte, die von “Unvernunft und Gewalt” geprägten Proteste einiger Weniger seien nicht hinnehmbar.

Auch in Barcelona gab es wieder gewaltsame Proteste, die nach einer Demo gegen Zwangsräumungen säumiger Wohnungsmieter ausbrachen. Dort sei ein Mensch festgenommen worden. In der Nacht zuvor waren bei Straßenschlachten mit nach Polizeiangaben vor allem rechten Hooligans 20 Polizisten und sieben Demonstranten verletzt worden, 15 Menschen seien festgenommen worden. Weitere Proteste in der Nacht zu Sonntag mit vereinzelten Festnahmen und Verletzten wurden unter anderem aus den Städten Logroño, San Sebastián, Vitoria, La Rioja und Málaga gemeldet.

Spanien ist eines der von der Corona-Krise am schwersten getroffenen Länder Westeuropas. Am Donnerstag hatte das Parlament der Verlängerung des Alarmzustandes – der dritthöchsten Notstandsstufe – bis zum 9. Mai zugestimmt. 13 der 17 autonomen Gemeinschaften, die in etwa deutschen Bundesländern entsprechen, riegelten ihr Territorium für bis zu zwei Wochen ab. In Katalonien dürfen die Menschen an den Wochenenden ihre Heimatorte nicht mehr verlassen. In vielen Städten wie etwa in Barcelona gelten nächtliche Ausgangssperren. Gaststätten, Kinos, Theater und Fitnessclubs sind geschlossen, nur Kindergärten und Schulen sind weiter offen.

+++ 31.10.2020: Portugal ordnet Lockdown light gegen Corona an +++

Das noch im Frühjahr wegen seiner niedrigen Corona-Zahlen gepriesene Portugal hat angesichts immer schneller steigender Infektionszahlen einen Teil-Lockdown angekündigt. 70 Prozent der rund 10,3 Millionen Bürger des Landes hätten ab Mittwoch die “Bürgerpflicht”, möglichst Zuhause zu bleiben, sagte Regierungschef António Costa nach einer achtstündigen Krisensitzung am Samstagabend in Lissabon. Die Schulen sollten jedoch geöffnet bleiben.

Es handelt sich nicht um eine strikte Ausgangssperre, da die Menschen ihre Häuser verlassen dürften, um zur Arbeit, zum Arzt oder zu einem pflegebedürftigen Angehörigen zu gehen, wie Costa sagte. Auch sollen kurze Spaziergänge sowie der Besuch von Restaurants weiter erlaubt sein, die jedoch weniger Menschen bedienen dürften und früher schließen müssten. Wo immer möglich, solle zur Heimarbeit gewechselt werden. Wochenmärkte unter freiem Himmel und andere Marktveranstaltungen seien künftig verboten.

Die neuen Einschränkungen sollen in insgesamt 121 Kommunen landesweit einschließlich Porto und der Hauptstadt Lissabon gelten, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen 14 Tagen die Zahl von 240 überstieg. Costa betonte, die Maßnahmen seien unumgänglich, um einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu verhindern. Andererseits müsse aber auch die Wirtschaft am Laufen gehalten werden.

+++ 31.10.2020:Teil-Lockdown für England im November – Schulen bleiben geöffnet +++

Nach mehreren anderen Ländern in Europa hat der britische Premierminister Boris Johnson auch für England einen Teil-Lockdown angekündigt. Ab kommenden Donnerstag sollen in England nur noch Schulen und Universitäten geöffnet bleiben, wie Johnson am Samstag erklärte. Alle anderen Orte – etwa Kultureinrichtungen, Sportzentren, nicht-lebensnotwendige Geschäfte sowie Restaurants und Pubs – müssen bis zum 2. Dezember schließen.

“Das Virus breitet sich derzeit schneller aus, als es unsere wissenschaftlichen Berater in einem Worst-Case-Szenario angenommen haben”, sagte Johnson. «Jetzt ist es Zeit zu handeln, denn es gibt keine Alternative.” Die Maßnahmen seien notwendig, um Leben zu retten und den staatlichen Gesundheitsdienst NHS vor einer erneuten Überlastung zu schützen. Der Regierungschef schwor die Briten darauf ein, ihr Zuhause nur noch in dringenden Fällen zu verlassen – wie Arbeit, Sport, Einkäufe oder die Pflege Angehöriger.

Am Samstag meldete Großbritannien knapp 22 000 Neuinfektionen. Damit durchbrach das Land die Schwelle von einer Million bestätigten Coronavirus-Fällen seit Beginn der Pandemie. In den vergangenen zwei Wochen zählte das Vereinigte Königreich nach Angaben des European Centre for Disease Prevention and Control 451 Fälle pro 100 000 Einwohner.

Schottland, Wales und Nordirland machen ihre eigenen Regeln. Dort gelten bereits weitgehend deutlich schärfere, temporäre Corona-Maßnahmen als bisher in England.

+++ 31.10.2020: Erstmals mehr als 20.000 Corona-Infektionen an einem Tag in Belgien +++

Erstmals sind in Belgien mehr als 20.000 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines einzigen Tages registriert worden. Nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde Sciensano vom Samstag wurden am vergangenen Dienstag insgesamt 21.448 Corona-Fälle gezählt. Für die folgenden Tage liegen noch keine konsolidierten Zahlen vor.

Innerhalb der EU gehört Belgien mit seinen gut 11 Millionen Einwohnern derzeit zu den Ländern mit den meisten registrierten Infektionen im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße. Im Vergleich zu Deutschland liegen die Werte um ein Vielfaches höher.

Aufgrund der dramatischen Lage sollen von kommender Woche an verschärfte Einschränkungen gelten. So müssen die meisten Geschäfte wieder schließen. Die Leute dürfen noch weniger Kontakte haben als bisher. Zuhause darf man nur noch einen einzigen Besucher pro Woche empfangen; bei Alleinstehenden sind es zwei. Nächtliche Ausgangssperren gelten ohnehin seit längeren. Auch Kneipen, Restaurants und Cafés sind bereits geschlossen.

Die Corona-Fallzahlen stiegen in den vergangenen Wochen dennoch weiter. Dadurch verschärfte sich auch die Lage in den Krankenhäusern zum Teil dramatisch. Mitunter wurden die Grenzen der Kapazität erreicht. Dutzende Patienten mussten in andere Krankenhäuser gebracht werden, auch nach Deutschland.

+++ 31.10.2020:Athen beschließt nächtliches Ausgangsverbot für ganz Griechenland +++

Die griechische Regierung hat am Samstag ein landesweites nächtliches Ausgangsverbot angekündigt, um die Ausbreitung von Corona zu verringern. “Nach einer langen Phase der Stabilität nehmen die Fälle auch in unserem Land exponentiell zu”, begründete Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis den Schritt in einer Videoansprache. “Unsere Wissenschaftler warnen davor, dass die neue Pandemie bald die Widerstandsfähigkeit des nationalen Gesundheitssystems erschüttern wird.”

Das Ausgangsverbot zwischen Mitternacht und 5.00 Uhr morgens soll am kommenden Dienstag in Kraft treten. Zudem wird von Dienstag an im ganzen Land Maskenpflicht gelten. In sogenannten roten Zonen, in denen die Corona-Zahlen hoch sind, müssen zudem Restaurants, Bars, kulturelle und andere Freizeiteinrichtungen schließen. Das betrifft auch die Region Attika samt der Hauptstadt Athen.

Universitäten sollen ebenfalls nicht öffnen. Der gesamte Hochschulbetrieb soll online abgehalten werden. Zudem will Athen die Zahl der Homeoffice-Plätze für Staatsbedienstete auf 50 Prozent ausweiten. Auch der Privatsektor soll die Heimarbeit entsprechend hochfahren. Die Maßnahmen sollen vorerst für einen Monat gelten.

+++ 31.10.2020:Polen lässt wegen Corona Friedhöfe über Allerheiligen geschlossen +++

In Polen steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter stark an. Am Samstag meldete das Gesundheitsministerium mit nahezu 22.000 neuen Fällen innerhalb von 24 Stunden abermals einen Höchststand. Am stärksten betroffen bleibt die Woidowschaft Masowien mit der Hauptstadt Warschau. Im gleichen Zeitraum starben 280 Menschen infolge der Pandemie. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Corona-Krise auf insgesamt 5 631. Polen hat knapp 38 Millionen Einwohner.

Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hatte am Freitag die nie dagewesene Entscheidung getroffen, dass die Friedhöfe des Landes über Allerheiligen geschlossen bleiben. In der stark katholisch geprägten Nation ehren die Familien alljährlich zum 1. November normalerweise ihre Toten. Senioren wurden aufgerufen, ganz zu Hause zu bleiben.

Die Regierung kündigte am Samstag an, in jeder Woiwodschaft mindestens ein Behelfskrankenhaus einzurichten, unter anderem in Breslau (Wroclaw), Krakau (Krakow) und Stettin (Szczecin). Insgesamt sollen rund 5.500 zusätzliche Betten für Covid-19-Patienten in Sporthallen und Kongresszentren entstehen. Ein erstes Notkrankenhaus wurde im Nationalstadion in Warschau errichtet.

Im benachbarten Tschechien überstieg die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie die Schwelle von 3.000. In Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung starben nach Angaben der Behörden 3.078 Menschen. Am Samstag wurden 13.605 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden vermeldet. Nach Einschätzung des Gesundheitsministers Jan Blatny ist indes der “Beginn einer Reduzierung” zu sehen. Das Land mit knapp 10,7 Millionen Einwohnern hat drastisch Maßnahmen wie eine nächtliche Ausgangssperre getroffen.

+++ 30.10.2020: Trotz Infektionsrekorde – Madrid schließt neuen Total-Lockdown aus +++

Trotz neuer Infektionsrekorde will Spanien die Pandemie ohne einen neuen Lockdown mit einer extrem strengen Ausgehsperre eindämmen. Eine totaler Lockdown, wie er im Frühjahr im Corona-Hotspot monatelang herrschte, sei im neuen Notstandsdekret auch nicht vorgesehen, erklärte Gesundheitsminister Salvador Illa. “Und ich bin davon überzeugt, dass eine totale Ausgehsperre dank der aktuellen Maßnahmen auch nicht nötig sein wird”, betonte der Minister am Freitag vor Journalisten in Madrid.

Mit 25 595 Neuinfektionen binnen 24 Stunden wurde unterdessen der höchste Wert seit Ausbruch der Pandemie verzeichnet. Die Gesamtzahl der Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 nähert sich damit im 47-Millionen-Einwohner-Land der Marke von 1,2 Millionen. In Westeuropa weist nur Frankreich einen höheren Wert auf, in Deutschland gab es bisher rund eine halbe Million Fälle. Die Zahl der Menschen, die in Spanien mit Covid-19 starben, stieg um 239 auf insgesamt 35 878. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen wurde mit 234 angegeben. Zum Vergleich: In Deutschland betrug dieser Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts 104,9.

Wegen der rapide steigenden Zahlen hatte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Sonntag einen zweiwöchigen Notstand ausgerufen und im Rahmen dieser Maßnahme praktisch im ganzen Land eine nächtliche Ausgehsperre angeordnet. Nur die Kanaren sind davon ausgenommen. Ein Antrag der linken Regierung auf Verlängerung des Alarmzustands – der dritthöchsten Notstandsstufe – gleich bis zum 9. Mai 2021 wurde am Donnerstag vom Parlament angenommen.

Im Rahmen des Notstandes beschlossen außerdem 13 der 17 “Autonomen Gemeinschaften” eine Absperrung ihres Territoriums für bis zu zwei Wochen. Die Betroffenen dürfen ihre Region nur mit triftigem Grund verlassen – etwa, um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren. Auswärtige dürfen ebenfalls nur in Ausnahmefällen einreisen. Nur die Kanaren, die Balearen, Extremadura und Galicien riegeln sich nicht ab. Fast jeden Tag gehen derweil irgendwo im Lande Menschen auf die Straße, um gegen die Verbote und Einschränkungen zu protestieren. Am Freitagabend setzten Demonstranten im Zentrum von Barcelona Müllcontainer in Brand. Polizisten wurden mit Steinen beworfen.

+++ 30.10.2020: Belgien schließt die meisten Geschäfte ab Montag +++

Im schwer vom Coronavirus getroffenen Belgien müssen die meisten Geschäfte ab Montag wieder schließen. Ausnahmen gebe es etwa für Supermärkte, sagte Regierungschef Alexander De Croo am Freitag nach einer Krisensitzung in Brüssel. “Das sind die Maßnahmen der letzten Chance.” Gemessen an der Einwohnerzahl zählt Belgien nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur derzeit die meisten Corona-Infektionen in der Europäischen Union.

Die nächtlichen Ausgangssperren in Belgien bleiben bestehen. Kneipen, Restaurants und Cafés, Kultur- und Sportstätten sind ohnehin bereits geschlossen. Die Kontaktbeschränkungen werden nun weiter verschärft, wie De Croo sagte. Künftig dürfen Belgier demnach nur einen Besucher pro Woche zu Hause empfangen; bei Alleinstehenden sind es zwei. Bislang waren es – mit Maske – vier.

Berufe mit engem Kundenkontakt wie Friseure müssen ihre Arbeit einstellen. Die neuen Regeln sollen zunächst für eineinhalb Monate gelten. Für die geschlossenen Geschäfte soll am 1. Dezember eine Zwischenbilanz gezogen werden. Kunden können aber weiter Waren aus den geschlossenen Geschäften abholen oder sich liefern lassen.

In Belgien steigen die Infektionszahlen seit Wochen rasant. Die Behörden des Elf-Millionen-Einwohner-Landes zählten innerhalb einer Woche zuletzt im Schnitt 15 316 Infektionen am Tag – ein neuer Rekord. EU-weit registrierte das Nachbarland innerhalb von zwei Wochen die meisten Infektionen pro 100 000 Einwohner: 1600. Das sind neun Mal so viele wie in Deutschland. Jeder vierte Corona-Test fiel in Belgien zuletzt positiv aus.

Die bisherigen Maßnahmen haben nicht zu einer Entlastung geführt. Vielmehr verschärfte sich in den vergangenen Wochen die Lage in den Krankenhäusern dramatisch. Die Grenzen der Kapazität wurden mitunter schon erreicht. Dutzende Patienten mussten in andere Krankenhäuser transferiert werden. Zuletzt lagen 6187 Patienten mit Covid-19 im Krankenhaus, 1057 von ihnen auf der Intensivstation. “In sehr vielen unserer Krankenhäuser ist eine ganze Zeit schon die Schmerzgrenze überschritten”, sagte De Croo.

Der Verband der belgischen Krankenhäuser hatte jüngst Alarm geschlagen und einen Lockdown gefordert. Dies sei die einzige Möglichkeit, einen kompletten Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu verhindern. Ähnlich äußerten sich führende Virologen.

+++ 30.10.2020: Corona-Neuinfektionen in Österreich klettern rasant weiter nach oben +++

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus schnellt auch in Österreich weiter rasant nach oben. Binnen 24 Stunden wurde der Rekordwert von 5627 neuen Fällen gezählt, wie die Ministerien für Gesundheit und Innen am Freitag in Wien berichteten. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vortag, als 4453 neu mit dem Virus angesteckte Menschen registriert wurden. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl ist die Entwicklung damit deutlich schlechter als in Deutschland.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat 6000 Neuinfektionen pro Tag als kritischen Wert für eine erneute Verschärfung von Maßnahmen genannt, um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern. Die Regierung will am Samstag neue Schritte vorstellen. Viele Medien spekulieren über einen Teil-Lockdown in etwa analog zu den deutschen Maßnahmen.

+++ 30.10.2020: Polen mit neuem Höchststand bei Corona-Neuinfektionen +++

Die Anzahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Polen den vierten Tag in Folge einen Höchststand erreicht. Das Gesundheitsministerium in Warschau vermeldete am Freitag 21 629 positive Tests innerhalb von 24 Stunden. Am stärksten betroffen war die Region um die Hauptstadt Warschau mit mehr als 3400 neuen Fällen. Im gleichen Zeitraum starben 202 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus.

Der bisherige Rekordwert war mit 20 156 Fällen erst am Mittwoch erreicht worden. Seit Beginn der Pandemie gab es in Polen 5351 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. Polen wird von der Bundesregierung als Risikogebiet eingestuft.

+++ 30.10.2020: Österreich und Italien fast ganz als Risikogebiete eingestuft +++

Die Bundesregierung hat Österreich bis auf zwei kleine Exklaven und fast ganz Italien wegen dramatisch steigender Infektionszahlen ab diesem Sonntag zu Corona-Risikogebieten erklärt. Mit Kroatien, Slowenien, Ungarn, Bulgarien und Zypern werden zudem fünf EU-Länder komplett auf die Risikoliste gesetzt, wie das Robert Koch-Institut am Freitag auf seiner Internetseite mitteilte.

+++ 29.10.2020: Corona-Notstand in Spanien bis Mai 2021 verlängert +++

In Spanien ist der Corona-Notstand bis zum 9. Mai 2021 verlängert worden. Das Parlament in Madrid nahm am Donnerstag den Antrag der linken Regierung mit deutlicher Mehrheit an. 194 von insgesamt 350 Abgeordneten stimmten mit Ja. 53 stimmten dagegen, 99 enthielten sich der Stimme. Vier Abgeordnete waren nicht anwesend.

Wegen der rapide steigenden Infektionszahlen hatte Ministerpräsident Pedro Sánchez erst am Sonntag den sogenannten Alarmzustand – die dritthöchste Notstandsstufe – ausgerufen und fast im ganzen Land eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Nur die im Kampf gegen Corona zuletzt erfolgreichen Kanaren sind davon ausgenommen. Dieses Notstands-Dekret galt nur für zwei Wochen. Die von der Regierung angestrebte lange Verlängerung musste deshalb gemäß Verfassung vom Parlament gebilligt werden.

+++ 28.10.2020: Macron führt Ausgangsbeschränkungen wieder ein +++

Mit Ausgangsbeschränkungen im ganzen Land verschärft Frankreich seinen Kampf gegen die zweite Welle der Corona-Pandemie. Die Beschränkungen sollen von Freitag an gelten, kündigte Staatschef Emmanuel Macron am Mittwochabend in einer Fernsehansprache an.

+++ 28.10.2020: Fast 25 000 Corona-Neuinfektionen in Italien +++

In Italien hat die Anzahl der binnen eines Tages gemeldeten Corona-Neuinfektionen fast die Marke von 25 000 erreicht. Wie die Behörden in Rom am Mittwoch mitteilten, wurden 24 991 neue Corona-Fälle registriert. In dem Land mit seinen rund 60 Millionen Einwohnern starben in 24 Stunden zudem 205 Menschen mit oder an dem Virus. Erst am Sonntag war in Italien die Schwelle von 20 000 Neuinfektionen überschritten worden.

Seit Beginn der Pandemie im Februar gab es in dem Mittelmeerland nun fast 590 000 bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Die Zahl der Corona-Toten stieg auf 37 905.

Die Regierung hatte unlängst verschärfte Schutzmaßnahmen wie der Schließung aller Lokale am 18.00 Uhr abends verfügt. Kinos und Theater bleiben seit Montag zu. Wirtschaftliche Ausfälle bei Firmen und Beschäftigten sollen mit neuen Milliardenhilfen gemildert werden. Gegen die Politik der Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Giuseppe Conte gibt es vielerorts im Land Proteste.

+++ 28.10.2020: Rekordwert bei Corona-Neuinfektionen in Estland +++

In Estland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Mittwoch mit 125 Fällen binnen 24 Stunden einen Rekordwert erreicht. Dies teilte die Gesundheitsbehörde in Tallinn mit. Der bisherige Höchstwert war mit 93 Neuinfektionen am 2. April erfasst worden.

Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 4590 bestätigte Corona-Infektionen und 73 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Der Baltenstaat gehört damit zu den am wenigsten betroffenen Ländern in Europa. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC vom Mittwoch lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen mit 42,0 bei einem Viertel des deutschen Werts.

“Unsere Infektionsrate war eine der niedrigsten; jetzt ist die Zahl jedoch gestiegen”, sagte die Vize-Leiterin der Gesundheitsbehörde, Mari-Anne Härma, in Tallinn. Ausschlaggebend dafür seien vermehrte Corona-Ausbrüche an Arbeitsplätzen und in Schulen. Auch habe die Zahl an importierten Fällen aus dem Ausland zugenommen, sagte Härma einem Rundfunkbericht zufolge.

+++ 28.10.2020: Schweden verzeichnet Höchststand bei Corona-Neuinfektionen +++

Schweden hat innerhalb von 24 Stunden mehr als 2000 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Am Mittwochnachmittag kamen in der Datenbank der Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten insgesamt 2128 bestätigte Corona-Fälle hinzu – nach Angaben des Fernsehsenders SVT ist das der höchste Tageswertseit Beginn der Pandemie. Allerdings wird mittlerweile auch deutlich mehr auf Corona getestet, weshalb sich die Zahlen nur bedingt mit denjenigen aus der ersten Jahreshälfte vergleichen lassen.

Damit sind mittlerweile knapp 118 000 Infektionen in Schweden nachgewiesen worden. Die Anzahl der mit Covid-19-Erkrankungen in Verbindung stehenden Todesfälle stieg um neun auf 5927.

Schweden ist in der Corona-Krise einen viel beachteten Sonderweg gegangen. Die erlassenen Maßnahmen waren weniger strikt als etwa in Deutschland oder den meisten anderen Ländern Europas, dafür setzten Regierung und Behörden in dem skandinavischen EU-Land vor allem auf eindringliche Empfehlungen und die Vernunft der Bürger.

Im Frühjahr hatten die Schweden deutlich höhere Infektions- und Todeszahlen verzeichnet als der Rest Skandinaviens. Auf 100 000 Einwohner heruntergerechnet ist die Zahl der Gesamtinfektionen bis heute etwa doppelt und die Gesamttodesfallzahl fast fünfmal so hoch wie in Deutschland. Der derzeitige Wert der Neuinfektionen in Schweden liegt im europäischen Vergleich jedoch bevölkerungsbereinigt relativ niedrig und auch unter den Werten Deutschlands.

+++ 28.10.2020: Litauen verzeichnet erneut Höchststand bei Corona-Neuinfektionen +++

In Litauen hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Mittwoch mit 776 positive Tests binnen 24 Stunden erneut einen Höchststand erreicht. Dies teilte die Gesundheitsbehörde in Vilnius mit. Das Land mit knapp drei Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 12 138 bestätigte Infektionen und 144 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.

Nach der Niederlage des Regierungsbündnisses unter Ministerpräsident Saulius Skvernelis bei der Parlamentswahl will nun die konservative Vaterlandsunion eine Mitte-Rechts-Koalition mit zwei liberalen Kräften unter Führung der früheren Finanzministerin Ingrid Simonyte bilden. “Die neue Regierung muss sofort einen sehr klaren Plan für das Management der Pandemie haben und ein Team, das bereit ist, ihn umzusetzen», betonte Staatspräsident Gitanas Nauseda der Agentur BNS zufolge am Mittwoch. “Es gibt einfach keine Zeit für Euphorie nach den Wahlen.”

+++ 28.10.2020: Polen verzeichnet mehr als 18 000 Corona-Neuinfektionen +++

In Polen hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals die Marke von 18 000 überschritten. Innerhalb von 24 Stunden kamen 18 820 neue Fälle hinzu, die meisten davon (rund 2800) in der Region Großpolen im Westen das Landes. Das teilte das polnische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Im gleichen Zeitraum starben 236 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus.

Der bisherige Rekordwert war mit 16 300 Fällen erst am Dienstag erreicht worden. Seit Beginn der Pandemie gab es in Polen 4851 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. Polen wird von der Bundesregierung als Risikogebiet eingestuft.

+++ 28.10.2020: Opposition in Spanien gegen sechsmonatigen Corona-Notstand +++

Die konservative Opposition hat in Spanien geschlossen das Vorhaben der Regierung abgelehnt, den seit Sonntag geltenden Corona-Notstand nach den ersten zwei Wochen vom Parlament gleich um sechs Monate verlängern zu lassen. Oppositionsführer Pablo Casado sprach sich am Montag für einen höchstens achtwöchigen Notstand bis Mitte Dezember aus. So könne man “Weihnachten retten”, sagte der Chef der Volkspartei (PP) Journalisten in Madrid.

Die Ausrufung des Notstandes zeuge ohnehin vom “Versagen” der linken Regierung im Kampf gegen die Pandemie, betonte Casado. Auch die liberalen Ciudadanos, die Rechtspopulisten von Vox sowie Chefs von Regionalparteien lehnten einen sechsmonatigen Notstand ab. Im Madrider Parlament zeichnen sich erneut hitzige Debatten ab.

Mit der Ausrufung des sogenannten Alarmzustandes, der dritthöchsten Notstandsstufe, verhängte die Regierung fast im ganzen Land auch eine nächtliche Ausgehsperre. Lediglich die im Kampf gegen Corona zuletzt erfolgreichen Kanarischen Inseln sind davon ausgenommen. Nur unter dem Notstand darf die Regierung die Bewegungsfreiheit der Bürger in Spanien einschränken. Er gilt zunächst für zwei Wochen.

Eine Verlängerung muss vom Parlament gebilligt werden. Die Minderheitsregierung strebt – anders als im Frühjahr, als ein am Ende gut dreimonatiger Notstand alle zwei Wochen verlängert wurde – eine einmalige Verlängerung bis zum 9. Mai an. Sánchez bat dafür um Unterstützung der Opposition. Die Lage sei “extrem”, warnte er.

Die Regionalregierungen dürfen den Beginn des Ausgangsverbots zwischen 22 und 24 Uhr und das Ende zwischen 5 und 7 Uhr ansetzen. Neben der Ausgehsperre, die in der Nacht zum Montag überall ohne nennenswerte Zwischenfälle oder Proteste begann, wurden am Sonntag im ganzen Land Versammlungen von mehr als sechs Personen, die nicht im selben Haushalt leben, untersagt. Im Rahmen des Notstands dürfen die Regionen ihr gesamtes Gebiet, einzelnen Gemeinden oder Stadtteile abriegeln und andere Einschränkungen anordnen, ohne befürchten zu müssen, dass die Justiz diesen Maßnahmen kippt.

Spanien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Westeuropas. Bisher wurden mehr als eine Million Infizierte registriert, knapp 35 000 Menschen starben mit Covid-19. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen liegt bei 191,11 mit steigender Tendenz. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt dieser Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts 68,4.

+++ 28.10.2020: Erneut mehr als 15 000 Corona-Neuinfektionen in Tschechien +++

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hat in Tschechien nach vier Tagen wieder einen Rekordwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden kamen 15 663 neue Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium in Prag am Mittwoch bekanntgab. Seit Beginn der Pandemie wurden damit insgesamt 284 033 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 und 2547 Todesfälle registriert. Der EU-Mitgliedstaat hat knapp 10,7 Millionen Einwohner. Gemessen an der Einwohnerzahl zählt Tschechien neben Belgien zu den von der Pandemie am schwersten betroffenen Ländern.

Die Pandemie dominierte am Mittwoch auch den jährlichen Nationalfeiertag. Die traditionelle Ordensverleihung durch das Staatsoberhaupt wurde auf das nächste Jahr verschoben. Stattdessen wollte sich Präsident Milos Zeman am Abend in einer Fernsehansprache an die Bürger wenden. Am 28. Oktober wird in Tschechien an die Proklamation der Unabhängigkeit der Tschechoslowakei von Österreich-Ungarn im Jahr 1918 erinnert.

Die Regierung unter dem Ministerpräsidenten und Multimilliardär Andrej Babis hat strikte Anti-Corona-Maßnahmen getroffen, um die Infektionskurve abzuflachen. Erstmals gilt eine nächtliche Ausgangssperre in der Zeit von 21.00 bis 4.59 Uhr. In Prag wird der öffentliche Nahverkehr entsprechend eingeschränkt. Die Menschen sind angehalten, auch tagsüber weitgehend zu Hause zu bleiben. Firmen und Behörden sollen nach dem Wunsch der Regierung ihren Mitarbeitern, wenn möglich, Arbeit im Homeoffice anbieten.

+++ 28.10.2020: “Le Figaro”: Ein zweiter Lockdown wäre gefährlich für Frankreich +++

Die Folgen eines möglichen zweiten Lockdowns für Frankreich kommentiert die konservative französische Tageszeitung “Le Figaro” am Mittwoch:

“Steht das Undenkbare unmittelbar bevor? Nach zwei Monaten der Ausgangsbeschränkungen konnte Frankreich im vergangenen Juni endlich aufatmen: Seine Familie wiederzusehen (…) oder in den Urlaub zu fahren, schien ein Luxus zu sein, den man nie wieder aufgeben wollte.(…) Drei Monate später fehlt es immer noch dringend an (Krankenhaus-) Betten und Personal, um das (Corona-) Virus in den Griff zu bekommen – was haben wir nur diesen Sommer getan?

Nun befinden wir uns (…) erneut auf dem gefährlichen Weg hin zu einem zweiten Lockdown.(…) In der Hotellerie, der Gastronomie, der Kultur, im Tourismus und anderswo werden viele, die bisher so gut sie können durchhalten, nicht mehr die Kraft haben, eine solche Herausforderung ein zweites Mal durchzustehen. Hinter dem ersten Lockdown versteckte sich eine heftige Wirtschaftskrise, hinter dem zweiten Anstieg (der Epidemie) eine gefährliche soziale Krise.”

+++ 27.10.2020:Ausschreitungen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Italien +++

Bei Protesten gegen die Regierungsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Italien ist es in mehreren Städten zu Ausschreitungen sowie Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei gekommen. Hunderte Menschen gingen am Montagabend in Turin und Mailand gegen die Beschränkungen auf die Straße, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Polizei habe unter anderem Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt, die mit Steinen und Flaschen geworfen hätten.

Zuvor war es bereits am Freitagabend in Neapel und am Samstagabend in Rom zu Gewalt bei Anti-Corona-Demonstrationen gekommen. Grund für die Proteste sind unter anderem neue Maßnahmen der Regierung.

In ganz Italien müssen seit Montag alle Restaurants und Bars um 18 Uhr für Gäste schließen. Auch Kinos, Theater, Fitnessstudios, Bäder, Skiresorts und Konzerthallen dürfen nicht mehr öffnen. Ein Großteil der italienischen Gymnasialschüler wird vorerst online unterrichtet. Italien hat seit Beginn der Pandemie mehr als 540.000 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Mehr als 37.000 Menschen starben bisher in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung.

+++26.10.2020:Tschechien verhängt nächtliche Ausgangssperre +++

Angesichts dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen hat die Regierung in Tschechien eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Von Mittwoch an dürfen die Menschen zwischen 21 Uhr und 4.59 Uhr ihre Häuser nicht mehr verlassen, wie der demnächst aus dem Amt scheidende Gesundheitsminister Roman Prymula nach der Kabinettssitzung am Montagabend bekanntgab. Die bisherigen Maßnahmen hätten nur wenig Wirkung gezeigt, sagte der 56-Jährige. Seit Beginn der Pandemie wurden in Tschechien insgesamt 263.572 Corona-Infektionen und 2.337 Todesfälle registriert.

Eine weitere Maßnahme sieht vor, dass die noch geöffneten Geschäfte wie Supermärkte sonntags schließen müssen. Bereits seit anderthalb Wochen sind die Menschen aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben. Es gibt aber zahlreiche Ausnahmen von den Ausgangsbeschränkungen wie den Weg zur Arbeit, Sport und Einkaufen. In Tschechien gilt seit Anfang Oktober der Notstand. Er ermöglicht es der Regierung, die Bürgerrechte einzuschränken.

Tschechien mit seinen knapp 10,7 Millionen Einwohnern ist aktuell besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Innerhalb von 14 Tagen steckten sich nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur ECDC 1284,4 Menschen je 100.000 Einwohner an. Das war der höchste Wert unter allen EU-Mitgliedstaaten. Im gleichen Zeitraum starben 10,2 Menschen je 100.000 Einwohner (Belgien: 4,9; Deutschland: 0,5).

+++ 26.10.2020: Mehr als 18.000 Corona-Neuinfektionen in Belgien an einem Tag +++

Das von der Corona-Pandemie schwer betroffene Belgien meldet einen neuen Höchststand an Neuinfektionen. Für Dienstag voriger Woche (20. Oktober) belaufe sich die Zahl nach neuen Berechnungen auf 18.217, sagte der Sprecher des Krisenzentrums, Yves van Laethem, am Montag vor der Presse in Brüssel. Der Wert für den 20. Oktober war am Wochenende zunächst mit 15.432 angegeben worden.

Zum Vergleich: In Deutschland, das mehr als siebenmal so viele Einwohner wie Belgien hat, hatte das Robert Koch-Institut den bisher höchsten Tageswert am Samstag mit 14.714 gemeldet, worin Nachmeldungen enthalten sein könnten. Für Belgien bezifferte das staatliche Gesundheitsinstitut Sciensano die Zahl der durchschnittlichen Neuinfektionen pro Tag für den Zeitraum vom 16. bis 22. Oktober auf 12.491, ein Anstieg um 44 Prozent zur Vorwoche. Die 14-Tage-Inzidenz erreichte 1288,7 Fälle pro 100.000 Einwohner, das ist eine Zunahme um 220 Prozent im Vergleich zu den beiden Wochen davor.

Bisher sind in dem 11,5 Millionen-Einwohner-Land 10.810 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. In Deutschland waren es bis Montag 10.056. Nach Angaben der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hat Belgien mit 94 Corona-Toten pro 100.000 Einwohner eine der höchsten Todesraten weltweit. Insgesamt gab es in Belgien seit Beginn der Pandemie 321.031 Infektionen mit dem Coronavirus, die meisten davon in den Provinzen Lüttich (Liège), Brüssel und Hennegau (Hainaut).

Im Kampf gegen die Pandemie traten am Montag in der Region Brüssel abermalige Verschärfungen der Regeln in Kraft. So gilt dort nun überall Maskenpflicht, die nächtliche Ausgangssperre beginnt bereits um 22 Uhr statt um Mitternacht. Die flämische Regionalregierung wollte am Dienstagabend über Maßnahmen beraten. Der Ministerpräsident Walloniens, Elio Di Rupo, schloss am Montag nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga “zusätzliche Maßnahmen” nicht aus.

+++ 26.10.2020: In Tschechien drohen weitere Corona-Einschränkungen +++

Trotz Ausgangsbeschränkungen bleiben die Corona-Neuinfektionen in Tschechien auf einem dramatisch hohen Niveau. Am Sonntag kamen 7.301 bestätigte Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium in Prag am Montag bekanntgab. Das war die höchste Zahl an einem Sonntag seit Beginn der Pandemie. An Wochenenden wird grundsätzlich weniger getestet. Die Zahl der seit März registrierten Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung stieg auf mehr als 2.200. Tschechien hat knapp 10,7 Millionen Einwohner.

Regierungschef Andrej Babis schwor die Bevölkerung in einem Social-Media-Video auf weitere Einschränkungen und eine Verlängerung des Notstands ein. Diese Woche werde entscheidend sein. “Wenn kein Wunder geschieht, wird uns nichts anderes übrig bleiben, als die Maßnahmen noch zu verschärfen”, sagte der Multimilliardär. Viele hielten sich nicht an die Regeln. Seit Donnerstag ist die Bewegungsfreiheit der Menschen eingeschränkt. Zudem sind die Schulen sowie die meisten Geschäfte geschlossen.

Ein Notkrankenhaus auf dem Prager Messegelände ist inzwischen einsatzbereit, wie die Armee mitteilte. Das Feldlazarett mit 500 Betten und einer kleinen Intensivstation soll als Reserve vorgehalten werden. Ein weiteres Behelfskrankenhaus wird auf dem Messegelände in der zweitgrößten Stadt Brünn (Brno) errichtet.

+++ 26.10.2020: Österreichs Kanzler stellt zweiten Lockdown in den Raum +++

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat einen zweiten Lockdown in den Raum gestellt. Sollte es nicht gelingen, den aktuell starken Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen zu stoppen, dann wäre das die Ultima Ratio, sagte Kurz am Montag in Wien. Kriterium dafür sei die Lage in den Kliniken. “Kein Land der Welt wird es zulassen, dass die Intensivmedizin überfordert wird”, so Kurz. In Österreich ist der drohende Zusammenbruch des Gesundheitssystems gesetzliche Voraussetzung für einen Lockdown.

Jüngst hatte sich Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) noch sehr zuversichtlich gezeigt, dass die bisher eingeleiteten Maßnahmen ausreichen würden, die Entwicklung unter Kontrolle zu bringen. Dazu zählt seit Sonntag eine Obergrenze von sechs Personen bei privaten Feiern in Innenräumen und von zwölf Menschen im Freien. Zuletzt waren in Österreich praktisch täglich Rekordwerte bei den Neuinfektionen verzeichnet worden. Die Entwicklung ist aktuell deutlich schlechter als in Deutschland.

+++ 26.10.2020: Wegen Corona: Slowenien schränkt Bewegungsfreiheit weiter ein +++

Slowenien schränkt wegen stark steigender Zahlen bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus die Bewegungsfreiheit seiner Bürger weiter ein. Ab Dienstag dürfen Bürger die eigene Gemeinde ohne triftigen Grund nicht mehr verlassen, wie Ministerpräsident Janez Jansa am Sonntagabend über Twitter mitteilte. Die Regelung gilt zunächst für sieben Tage. Sie könne von da an in jenen Regionen zurückgenommen werden, in denen die Ansteckungszahlen sinken, fügte Jansa hinzu.

Schon seit einer Woche sind Bewegungen zwischen den zwölf Regionen des Landes nicht mehr erlaubt. Ebenfalls seit einer Woche gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 6 Uhr. Seit dem Wochenende sind Geschäfte – außer etwa Lebensmittelläden – und Hotels geschlossen.

Das kleine EU-Land mit zwei Millionen Einwohnern kämpft mit einem besonders heftigen Infektionsgeschehen. Am Samstag sei bei 1.675 Menschen das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte die Gesundheitsbehörde in Ljubljana am Sonntag mit. Das waren mehr als doppelt so viele wie eine Woche zuvor. Die Anzahl der nachgewiesenen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen gaben die Behörden am Sonntag mit 682 an. Sechs Patienten starben in 24 Stunden an den Folgen einer Corona-Infektion, hieß es am selben Tag.

Seit Beginn der Pandemie im März wurden in Slowenien 22.950 Ansteckungen mit dem Virus nachgewiesen. 241 Infizierte starben.

+++ 25.10.2020: Erstmals mehr als 20.000 Corona-Neuinfektionen in Italien +++

In Italien hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages erstmals die Marke von 20 000 überschritten. Wie die Behörden am Sonntag mitteilten, wurden 21 273 neue Corona-Fälle registriert. Seit Beginn der Pandemie gab es in dem Mittelmeerland damit 525 782 bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg am Sonntag um 128 auf 37 338.

+++ 25.10.2020: Spanien Regierung ruft erneut Notstand gegen Corona aus +++

Die spanische Regierung hat erneut einen nationalen Notstand beschlossen, um eine nächtliche Ausgangssperre gegen die Corona-Pandemie verhängen zu können. Die Ausrufung des Alarmzustands, der dritthöchsten Notstandsstufe des Landes, wurde am Sonntag bei einer außerordentlichen Ministerratssitzung in Madrid vereinbart, wie Ministerpräsident Pedro Sánchez mitteilte. Der Notstand, der noch am Sonntag in Kraft trat, gilt zunächst für zwei Wochen.

Eine Verlängerung müsste gemäß Verfassung vom Nationalparlament gebilligt werden. Er hoffe, den Notstand mit Unterstützung des Parlaments bis zum 9. Mai verlängern zu können, sagte der Chef der linken Minderheitsregierung. Die Ausrufung des Notstands sei von zehn der insgesamt 17 Regionen Spaniens, den sogenannten Autonomen Gemeinschaften, beantragt worden. “Europa und Spanien sind mitten in der zweiten Welle”, so Sánchez.

Unter dem Notstand darf die Regierung die Bewegungsfreiheit der Menschen einschränken. Anders als bei dem Notstand, der in Spanien wegen Corona zwischen dem 14. März und dem 20. Juni herrschte, wird diesmal keine totale Ausgangssperre verhängt, sondern ein nächtliches Ausgehverbot zwischen 23 Uhr und sechs Uhr morgens. Die Anordnung gilt fast für das ganze Land. Ausgenommen sind nur die Kanaren, die vor wenigen Tagen von Deutschland und Großbritannien von der Liste der Risikogebiete gestrichen worden waren.

Spanien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Westeuropas. Bisher wurden mehr als eine Million Infizierte registriert, knapp 35 000 Menschen starben mit Covid-19. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen liegt bei 191,11 mit steigender Tendenz. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt dieser Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts 68,4.

+++ 24.10.2020: Italien schließt Bäder und Kinos, Sperrstunde für Restaurants +++

In Italien sollen ab Montag bis zum 24. November Kinos, Theater, Fitnessstudios, Bäder, Skiresorts und Konzerthallen nicht mehr öffnen, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Restaurants und Bars müssen um 18 Uhr schließen. Ferner muss der Unterricht für mindestens 75 Prozent der Gymnasialschüler online abgehalten werden.

+++ 24.10.2020: Frankreich erreicht Spitzenwert mit über 45.000 Corona-Neuinfektionen +++

In Frankreich sind binnen 24 Stunden erstmals mehr als 45.000 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Gesundheitsbehörde meldete am Samstagabend 45.422 neu erfasste Ansteckungen. Damit gab es erneut einen Spitzenwert innerhalb eines Tages seit Beginn der großflächigen Corona-Testung in Frankreich. In Frankreich leben rund 67 Millionen Menschen.

Die Corona-Lage in Frankreich verschlechtert sich seit Wochen. Die Behörden meldeten allein in der vergangenen Woche mehrmals neue Spitzenwerte bei den Neuinfektionen. Demnach war am Freitagabend erstmals die Marke von einer Million gemeldeter Fälle seit Beginn der Pandemie überschritten worden. Mehr als 34 500 Menschen im Land sind bereits im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Seit Samstag gilt in Frankreich die nächtliche Ausgangssperre für rund zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner des Landes, also rund 46 Millionen Menschen. Die Ausgangssperre gilt in 54 Départements und dem französischen Überseegebiet Französisch-Polynesien. In den Nachtstunden dürfen die Menschen nur mit einem triftigen Grund vor die Tür.

+++ 25.10.2020: Österreich verhängt Corona-Maßnahmen +++

In Österreich gilt seit Sonntagnacht in Restaurants eine Höchstzahl von sechs statt bisher zehn Erwachsenen pro Tisch. Bei Tanz- oder Yogakursen oder privaten Geburtstagsfeiern dürfen sich nur noch sechs Personen treffen, draußen zwölf. Auch Österreich (8,8 Millionen Einwohner) hatte am Samstag einen Rekordwert bei Neuinfektionen erreicht: 3614 Fälle binnen 24 Stunden. Bei der Ansteckungszahl pro 100 000 liegt Österreich nach ECDC-Angaben mehr als doppelt so hoch wie Deutschland.

+++ 24.10.2020: Belgien verhängt Ausgangssperre und Kontaktbeschränkungen +++

In Belgien hatte die Regierung ebenfalls eine nächtliche Ausgangssperre verfügt ebenso wie die Schließung von Kneipen und Restaurants und strikte Kontaktbeschränkungen. Die Regionalregierung für die Hauptstadt Brüssel schärfte dies am Wochenende noch nach. Ab Montag gilt verschärfte Maskenpflicht, alle Theater, Kinos, Museen sowie Sportstätten und Schwimmbäder werden geschlossen. Heimarbeit ist Pflicht, soweit dies möglich ist. Und: Kinder dürfen an Halloween nicht von Tür zu Tür ziehen.

+++ 24.10.2020: Wales verhängt Verkaufsverbote +++

Die Regierung in Wales erntete mit einem Verkaufsverbot für etliche Waren in Supermärkten massive Kritik. Diese dürfen nur noch “essenzielle Waren” verkaufen – Geräte wie Wasserkocher, Textilien, aber auch Postkarten oder Geschirr sind in den Läden mit Plastikfolien oder anderen Barrieren abgesperrt. In London demonstrierten Tausende Menschen gegen die Corona-Maßnahmen der britischen Regierung und sprachen von Tyrannei oder Überwachung.

+++ 24.10.2020: 225.000 Corona-Tote in den USA +++

Die Vereinigten Staaten verzeichnen inzwischen etwa 225 000 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus, mehr als jedes andere Land der Welt. Während Präsident Donald Trump im Wahlkampf die Pandemie herunterspielt, wirft ihm sein Herausforderer Joe Biden Versagen vor. Doch auch in Europa gehen Infektions- und Sterbezahlen steil nach oben. Bis Sonntag registrierte die EU-Seuchenbehörde ECDC 208 627 Todesfälle mit oder wegen Corona für die 27 EU-Staaten, Island, Liechtenstein, Norwegen und Großbritannien.

+++ 24.10.2020: Slowakei und Slowenien verhängen strenge Corona-Maßnahmen +++

In der Slowakei dürfen Menschen seit Samstag bis zum 1. November ihre Wohnungen nur für den Weg zur Arbeit sowie dringende Besorgungen verlassen. Am Freitag begannen Antigen-Schnelltests für die gesamte Bevölkerung, die binnen drei Wochen abgeschlossen sein sollen. Ministerpräsident Igor Matovic meldete am Sonntag 3024 Neuinfektionen binnen 24 Stunden – auch das ein Rekordwert.

In Slowenien schließen die meisten Geschäfte, Hotels, Kindergärten, Studentenheime, Friseurläden und Schönheitssalons. In Lettland dürfen bei Veranstaltungen in Räumen nur noch maximal zehn Personen zusammenkommen. Die Einreise von Deutschland nach Dänemark ist seit dem Wochenende nur noch mit triftigem Grund erlaubt. In Polen bleiben Restaurants zu, Versammlungen mit mehr als fünf Personen verboten.

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sig/news.de/dpa/