BR Volleys melden sich eindrucksvoll zurück

Die BR Volleys hatten noch eine Rechnung offen. Nämlich mit den Bisons Bühl. Die Bühler hatten die Volleys völlig überraschend im Oktober mit 3:1 geschlagen und damit zugleich die anderthalb Jahre andauernde Siegesserie der Berliner beendet. Dafür revanchierte sich der zehnmalige Deutsche Meister am Sonntagnachmittag eindrucksvoll. Mit einem 3:0 (25:22, 25:19, 25:20) konnten die Berliner drei Punkte holen und sich damit wieder einen kleinen Vorsprung auf Düren in der Tabelle verschaffen.

Gleich im ersten Satz bewiesen die Volleys ihre Stärke im Angriff. Besonders hervor taten sich dabei Samuel Tuia und Benjamin Patch hervor, die in den vergangenen Wochen verletzungsbedingt zeitweise ausgefallen waren. Tuia war es auch, der nicht davor zurückschreckte, mit vollem Körper- und sogar Fußeinsatz um jeden Ball zu kämpfen. Nur im Aufschlag hakte es immer wieder, wodurch die Berliner wertvolle Punkte verschenkten; am Ende hieß es dennoch 25:22.

Im zweiten Satz hatten die Volleys zunächst einige Anlaufschwierigkeiten. Erst zur Mitte hin gelang es den Berlinern, das Spiel zu drehen. Erneut war es Patch, der seinem Team das 17:14 bescherte, indem er über den liegenden Zuspieler Sergej Grankin sprang und den Ball auf die gegnerische Seite schmetterte. Anschließend reckte Trainer Cedric Enard beide Arme in die Luft und ließ sich zu einem lauten Jubelschrei hinreißen. Mittelblocker Anton Brehme machte den Satz schließlich mit 25:19 zu.

[Wenn Sie alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können]

Im dritten Durchgang bewiesen die Bühler Kampfgeist und ließen sich das Fehlen ihres verletzten Außenangreifers Tomas Lopez kaum anmerken. Immer wieder gelang ihnen der Punkteausgleich und kurzzeitig sogar die Führung (9:8). Zum Ende hin ließen sie jedoch nach, was wohl auch dem Spiel am Abend zuvor beim VCO Olympia geschuldet war. So war es ein gegnerischer Aufschlag, der ins Aus flog und den Berliner Gewinn besiegelte (25:20).

Der Spielausgang sei wichtig für den Rhythmus gewesen, sagte Patch später. „Samuel Tuia, Sergej Grankin und ich waren lange ausgefallen. Die Spiele heute und gegen Friedrichshafen waren die ersten, in denen wir wirklich zusammen gespielt haben.“ Im Hinblick auf die anstehenden Spiele in der Champions League könnte das entscheidend sein: „Wir haben bei Friedrichshafen gesehen, die quasi seit Saisonbeginn mit denselben Spielern auflaufen, dass genau das den Unterschied ausmachen kann.“