Blobbing: Hoch hinaus per Luftkissen

Das Bananenboot hat als Sommerspaß einen großen Konkurrenten bekommen: Blobbing gilt an immer mehr deutschen Badeseen als der letzte Schrei. Was ein Luftkissen damit zu tun hat und wieso Blobbing ein richtiger Nervenkitzel ist, erfahren Sie hier.

Was ist Blobbing?

Ein Blob ist ein Luftkissen oder auch großer Gummischlauch, der mit Luft befüllt ist. Er schwimmt auf dem Wasser. Für das eigentliche Blobbing werden zwei Teilnehmer benötigt. Der erste, der sogenannte Jumper, steht an einem Ende des Blobs an einem Sprungturm. Der Blobber sitzt auf der anderen Seite des Luftkissens und harrt der Dinge, die da auf ihn warten. Sobald der Jumper springt, wird der Blobber vom Luftkissen in hohem Bogen ins Wasser katapultiert – kein Wunder, dass das Ganze als Riesenspaß gilt.

Inzwischen wird Blobbing sogar als Wettkampf ausgetragen. Gewertet werden natürlich die Höhe des Sprungs, aber auch akrobatische Einlagen. Den aktuellen Rekord hält übrigens ein deutsches Team aus Hamburg Norderstedt. Das Dreiergespann erreichte 2012 sagenhafte 22 Meter beim Sprung.

Luftkissen-Akrobatik: Wer hat’s erfunden?

Wie so viele Trendsportarten kommt auch das Blobbing aus Nordamerika. Dort wird schon länger in Sommercamps geblobbt. Erfunden haben soll den Spaß ein gewisser Tex Robertson, selbst eine Sportskanone, Olympionike im Wasserball und Miterfinder des Frisbees. Er wandelte schwimmende Schläuche der US-Marine, die ursprünglich mit Treibstoff befüllt waren, kurzerhand zu den schwimmenden Hüpfburgen auf dem Wasser um. Doch bei all dem Spaß darf die Sicherheit nicht vergessen werden. Schwimmweste und ein Helm sind Pflicht.