Bleiben die Tribünen im Oktober leer?

Während die Fußballprofis von Hertha BSC einen freien Sonntag genossen, ruhte der sonstige Betrieb natürlich nicht. Ein zentrales Thema im Hintergrund ist der Saisonstart der neuen Bundesligasaison am 19. September und die Teilzulassung von Zuschauern.

Auch wenn Hertha zum Auftakt in Bremen antritt, wird an Konzepten gewerkelt: wie und unter welchen Bedingungen im Olympiastadion möglichst viele Zuschauer zugelassen werden können. Nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ könnte Hertha bis Ende Oktober ganz auf Zuschauer zu verzichten.

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Hintergrund hierfür sind die Maßnahmen in Berlin, wonach eine Obergrenze von 5000 Personen für Großveranstaltungen bis zum 24. Oktober gilt. Das beträfe Herthas Heimspiele gegen Frankfurt (26. 9.) und Stuttgart (17. 10.). Sollte sich an dieser Regel nichts ändern, könnten die Kosten für den Betrieb im Olympiastadion die Einnahmen übersteigen. Erst bei einer Kapazität von 15.000 Zuschauern wären die Kosten gedeckt.

„Derzeit ist nichts auszuschließen“, hieß es am Sonntag von Vereinsseite. Man erarbeite mehrere Varianten, die man mit den zuständigen Behörden besprechen wolle. Dabei gebe es keine Denkverbote. Aus diesem Grund führe der Verein derzeit Gespräche mit allen Interessensgruppen, also auch mit Fan-Vertretern. Eine erste Fassung eines auf die Besonderheiten des Olympiastadions zugeschnittenen Hygiene- und Sicherheitskonzepts soll in dieser Woche vorliegen. Hertha möchte trotz Corona-Pandemie mehr als 15.000 Zuschauer in das Olympiastadion bekommen.