Auf der Rennbahn darf am Sonntag wieder zugeschaut werden

Ein günstigeres Wetter hätten sie sich in Hoppegarten im Normalfall wohl kaum gewünscht. Am Sonntag wird es mit bis zu 34 Grad in Berlin sicher eher eine Herausforderung für so manchen werden, der nicht direkt am Wasser lebt. Eine Flucht aus der Stadt in den Vorort ist dann sicher für viele Menschen das Wahre, rund um Berlin ist es dann sicher angenehmer als Mitten in Berlin.

An der Galopprennbahn, zumal zwischen den Rennen auch hinter den Tribünen, lässt es sich ganz gut aushalten. Aber, aber, aber und aber – vom Betrieb wie einst sind sie am vierten Renntag der laufenden Saison vor den Toren Berlins noch ein Stück weit entfernt. Immerhin: Die Maßnahmen sind lockerer als zu Saisonbeginn und somit zuschauerfreundlicher.

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Begann die Saison noch mit einem Geisterennen, so dürfen an diesem Sonntag wie schon zuletzt wieder bis zu 1000 Zuschauer auf das Areal kommen. Auf dem Rasen vor der Haupttribüne stehen etwa 500 zur Wahrung des Abstands markierte Steh- und Picknickplätze zur Verfügung. Auf der Haupttribüne gibt es rund 150 Plätze, so wie das auch schon vor 14 Tagen der Fall sein durfte.

Erstmals seit dem Beginn der Coronakrise durften da unter strengen Auflagen wieder Besitzer und Zuschauer bei einem Renntag in Hoppegarten mit dabei sein. Es kann nun auch nicht mehr nur online, sondern wieder an den Schaltern gewettet werden, was ja nun mal ein Stück weit das Flair einer ordentlichen Galopprennbahn ausmacht. Natürlich kann aber auch im Netz gesetzt werden, die Rennen werden dort übertragen (Link unter www.hoppegarten.com).

Höhepunkt des Renntages wird das zur Gruppe 3 zählende Rennen über 2400 Meter sein, es ist immerhin mit 27.500 Euro dotiert. Unter den acht Startern werden sechs ältere Pferde versuchen, sich gegen zwei Dreijährige zu behaupten. Favoriten sind der Derbysieger von 2019, Laccario, sowie Be My Sheriff. Er landete 2019 als Dritter beim Rennen um den Preis der Deutschen Einheit nur minimal hinter dem damaligen Zweiten Laccario.

Das Hauptrennen ist um 14 Uhr, drumherum drapieren sich zehn weitere Rennen. Zeitfreundlich für die vor dem Wetter geflohenen aus der Stadt geht es in Hoppegarten schon um 11.25 Uhr los, mit einem Sprintrennen über die 1400-Meter-Bahn.