Amok-Fahrt in Trier News aktuell: Deutscher rast mit SUV 5 Menschen tot! Darunter ein 9 Wochen altes Baby 

Nach der Amokfahrt in der Trierer Innenstadt mit mehreren Toten soll der dringend Tatverdächtige am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden. Nach ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft gibt es Hinweise auf eine mögliche psychische Erkrankung bei dem 51-Jährigen. Die Justizbehörde muss daher noch entscheiden, ob sie Untersuchungshaft beantragt oder die Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung.

Amok-Fahrt in Trier: Deutscher (51) fährt 5 Menschen tot, darunter ein Baby (9 Wochen)

Nach den bisherigen Ermittlungen hatte der Mann mit einem PS-starken Geländewagen am frühen Dienstagnachmittag gezielt Menschen in der Trierer Fußgängerzone überfahren. Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministers Roger Lewentz (SPD) war er in der Innenstadt im Zickzack-Kurs mit seinem Wagen unterwegs. Fünf Menschen starben, darunter ein neun Wochen altes Baby. 14 weitere Menschen wurden verletzt. Rund vier Minuten nach dem ersten Notruf konnten Polizisten den Autofahrer festnehmen.

Unfall in Trier: Betrunkener rast in Menschenmenge, Motiv derzeit unklar

Das Motiv des Mannes ist noch unklar, einen politischen oder religiösen Hintergrund schließen die Ermittler aber bislang aus. Auch gebe es keine Hinweise auf Mittäter oder Komplizen des Festgenommenen. Der Verdächtige ist Deutscher und gebürtig aus Trier. Er war zur Tatzeit betrunken, bei ihm wurden 1,4 Promille festgestellt. Gegen ihn laufen Ermittlungen wegen Mordes, Mordversuchs und gefährlicher Körperverletzung. Nach Angaben der Ermittler lebte er in den Tagen vor der Tat in dem Auto.

Ist der Fahrer psychisch krank?

“Wir haben ein klares Bild von dem Verdächtigen”, sagte Roger Lewentz, der von einem schrecklichen Tag sprach. Ankner ergänzte, der Mann habe die vergangenen Tage in einem Auto verbracht. Laut Oberstaatsanwalt Peter Fritzen gibt es Anhaltspunkte für ein psychisches Krankheitsbild. Ein Arzt habe den Mann begutachtet, es werde vermutlich ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben. Bei dem Mann wurden 1,4 Promille Atemalkohol festgestellt.

5 Menschen sterben bei Amok-Fahrt in Trier

Zu den Todesopfern zählen neben dem Baby drei Frauen im Alter von 25, 52 und 73 Jahren sowie der 45-jährige Vater des Kindes. Sie alle stammen aus Trier. Die Mutter des Babys hat überlebt und liegt laut Behördenangaben ebenso im Krankenhaus wie ihr eineinhalb Jahre alter Sohn.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) sprach nach der Amokfahrt vom schwärzesten Tag für die Stadt in der Nachkriegsgeschichte. Am Mittwochvormittag (10.00) wird am Trierer Wahrzeichen Porta Nigra der Opfer gedacht. Im Trierer Dom beteten bereits am Dienstagabend rund 100 Menschen für die Toten, die Verletzten und ihre Angehörigen.

Die Innenstadt wurde nach der Tat für die weiteren Ermittlungen weiträumig abgesperrt. In der Nacht waren die Tatortarbeiten dann abgeschlossen, die Fußgängerzone wurde wieder freigegeben.

Zeugen schildern Schock-Szenen in Trier

Autozeugen haben in Trier berichtet, dass Menschen durch die Luft geschleudert worden seien. Im Netz kursierten nach dem tödlichen Unfall Bilder vom Tatort auf Twitter. Die Anteilnahme war groß. Die Polizei Trier bat mittlerweile User darum, keine Bilder und Videos davon im Netz zu teilen.

Politiker sind geschockt nach Amokfahrt in Trier

Die rheinland-pfälzischen CDU-Politiker Julia Klöckner und Christian Baldauf haben sich schockiert und betroffen über den tödlichen Vorfall mit einem Auto in Trier geäußert. Sie seien erschüttert über die “Amokfahrt”, teilten die CDU-Landeschefin und der CDU-Landtagsfraktionschef am Dienstag mit. “Unsere Gedanken sind bei den Verletzten vor Ort. Wir trauern mit den Angehörigen der Toten”, erklärten sie. “Wir danken den Helfern und Rettungskräften für ihre Arbeit. Jetzt gilt es die weiteren Ermittlungen abzuwarten.”

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bos/news.de/dpa