Alba Berlin verliert bei den Hamburg Towers

Pedro Calles ist mit 37 Jahren halb so alt wie sein Landsmann Aito Garcia Reneses. Die beiden Spanier schätzen sich, der Trainer der Hamburg Towers bezeichnet seinen Kollegen in Diensten von Alba Berlin sogar als eines seiner großen Vorbilder. „Beide Trainer haben sehr ähnliche Ideen von Basketball“, sagte Albas Sportdirektor Himar Ojeda bei „Magentasport“. Doch den Einfluss von Reneses sieht man dem Hamburger Spiel auch ohne diese Aussage an – es ist schnell, es ist attraktiv, es ist intensiv.

All das traf am Dienstagabend auch auf das Duell der beiden Mannschaften in der Basketball-Bundesliga zu. In einem vor allem in der ersten Halbzeit begeisternden Spiel setzte sich Hamburg 90:75 (30:27, 19:23, 21:14, 20:11) durch. Für Alba war es die vierte Niederlage in der BBL und ein Rückschlag im Kampf um Platz eins in der Hauptrunde. „Das ist sehr ärgerlich. Es geht auf die Play-offs zu, da ist jedes Spiel wichtig“, sagte Albas Kapitän Niels Giffey.

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Die Berliner mussten erneut auf den am Fuß verletzten Maodo Lo und kurzfristig auch auf den erkrankten Peyton Siva verzichten. Ohne die beiden Guards geriet Alba schon im ersten Viertel zweistellig in Rückstand, Marcus Eriksson brachte seine Mannschaft mit zwei erfolgreichen Würfen in den letzten fünf Sekunden des Abschnitts jedoch in Schwung.

Mit einem 18:4-Zwischenspurt übernahm Alba die Führung, Hamburg antwortete mit einem 10:0-Lauf. Das Tempo war enorm und die 24-Sekunden-Wurfuhr war praktisch unnötig, da beide Teams bevorzugt schnell abschlossen. Da sie das jeweils sehr präzise taten, war das Geschehen enorm sehenswert.

Die knappe Berliner Führung war allerdings schnell dahin. Während Albas Wurfquoten gegen die intensive Verteidigung des Gegners deutlich heruntergingen, hielten die Hamburger das Niveau. Mit Kameron Taylor, Terry Allen und Maik Kotsar erzielten drei Towers-Spieler mindestens 20 Punkte. Darauf fand Alba keine Antwort mehr. (Tsp)